Cyanobakterien sind oxygen phototrophe Bakterien.
Die Cyanobakterien sind die größte, formenreichste
und am weitesten verbreitete Gruppe der photosynthetisch tätigen Prokaryonten
und durch ihre Befähigung, an extremen Standorten wachsen und molekularen
Stickstoff fixieren zu können, im Naturhaushalt von großer Bedeutung.
Wegen gemeinsamer physiologischer Eigenschaften (mit Sauerstoffentwicklung
einhergehende Photosynthese sowie den Besitz von Chlorophyll a ) zählte
man sie jedoch lange Zeit zu den Pflanzen und bezeichnete sie als Blaualgen.
Die Cyanobakterien sind verbreitet in Seen und anderen
Gewässern, in Böden und Reisfeldern. Mit bloßen Auge werden
sie sichtbar als dunkelblauer oder schwarzer Aufwuchs auf Felsen, in der Brandungs-
oder Gezeitenzone von Süßwasserseen bzw. des Meeres. Auf Grund
ihrer Fähigkeit, Stickstoff zu fixieren, sind viele Formen Pioniere an
nährstoffarmen Standorten, wie im Meeressand oder im Felsgestein der
Wüsten, wo sie in feinen Spalten Schutz und Feuchtigkeit finden und endolithisch
wachsen. Einige Cyanobakterien sind so säuretolerant und thermophil,
dass sie in sauren heißen Quellen ( pH4;70°C) zu wachsen vermögen.
Andere Arten leben als Symbionten in Flechten, Blatthöhlen oder Wurzeln.
In eutrophierten Seen kommt es häufig zu einer Massenvermehrung von blaugrünen
oder rotgefärbten Cyanobakterien, die als "Wasserblüte" bekannt
ist.
Hinsichtlich der Feinstruktur der Zelle stimmen die
Cyanobakterien mit den gramnegativen Bakterien weitgehend überein. Die
Cyanobakterien umfassen ein- und vielzellige Formen und lassen sich nach morphologischen
Kriterien in fünf Gruppen ( nach Rippka et al. 1979 ) einteilen.
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Was sind Cyanobakterien?