Biotechnologie und Molekulare Genetik
![]()
DNA-Markierung mittels Psoralen-Biotin
| Im Gegensatz zu den gängigen, aber kostenintensiven
Markierungen über "Random-primed Labelling" oder
Nick-Translation wurde im Rahmen des Projekts eine Markierungsmethode
etabliert, die auf der kovalenten Kopplung von Psoralen-Biotin an die zu
markierende DNA basiert. Nach der Denaturierung der Proben-DNA erfolgt eine kovalente
Anbindung von Psoralen-Biotin durch UV-Crosslinking und die
Hybridisierung dieses Komplexes an die Fänger-Sonden auf der
Chip-Oberfläche. Im anschließenden Farbdetektionsschritt wird ein
Streptavidin-Fluoreszenzfarbstoff-Konjugat (STV-Cy5) an das Biotin der
hybridisierten Proben-DNA gebunden.
Die im Rahmen des DBU-Projekts neu etablierte Methode zur direkten Fluoreszenz-Markierung von genomischer DNA basiert auf der kovalenten Anbindung von Psoralen-Biotin an die DNA durch UV-Crosslinking und der Detektion nach Zugabe von Streptavidin- Cy5. Durch diese im Vergleich zum Labeling über Nick-Translation oder "random primed labeling" kostengünstigere Methode ist es nun beispielsweise möglich, die DNA von humanpathogenen Bakterien wie Salmonellen oder Listerien direkt, ohne Amplifizierung in der PCR-Reaktion, nachzuweisen.
|
![]()